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4. Indiaca-Weltmeisterschaften 2013 in Bietigheim-Bissingen erfolgreich zu Ende gegangen

Die 4.Indiaca Weltmeisterschaften 2013 in Bietigheim-Bissingen sind am Samstag, 27.7.2013 mit einem beeindruckenden Finaltag zu Ende gegangen. Neben dem Gastgeberland Deutschland waren Belgien, Estland, Japan, Luxemburg, Polen und die Schweiz bei diesen erstmalig in Deutschland ausgetragenen Weltmeisterschaften vertreten. Das Ergebnis in den sechs Spielklassen: 2 x Gold für Estland, 1 x Gold für die Schweiz und 3 x Gold für Deutschland.

Die Bietigheimer EgeTrans Arena, eigentlich eine Eishalle, hat sich für diesen Event hervorragend präsentiert. Die permanente Eisfläche ist mit einer Dämmung und Parkettschwingboden abgedeckt worden und bot selbst bei subtropischen Außentemperaturen von knapp 400 C ein angenehmes Klima. Bei den Halbfinalspielen am Freitagmittag und insbesondere am Abschlusstag bei den auf dem Centercourt nacheinander durchgeführten sechs Finalspielen wurde die Arena zu einem wahren Hexenkessel. Ca. 2.000 Zuschauer, angereist aus den verschiedenen Landesteilen Deutschlands und aus den teilnehmenden Ländern, aber auch aus dem Großraum Stuttgart, unterstützten die jeweiligen Teams lautstark. Ausgestattet mit sogenannten „Klatschpappen“ und animiert durch einen mitreißenden Hallensprecher, der zwischen den Ballwechseln die Fangesänge musikalisch unterstützte, steigerte sich die Stimmung bis zum Höhepunkt, dem Endspiel der Männer.

„Gänsehaut pur“ erlebten nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Spielerinnen und Spieler auf dem Centercourt.

Deutschland hatte sich in der Qualifikation und zuletzt in den Halbfinalspielen in allen Spielklassen durchgesetzt und stand in allen sechs Finalspielen. Die ersten beiden Finale der Frauen 40 und Mixed 40 gingen an Estland. Das deutsche Männer-40-Team konnte sich im dritten Finalspiel dann gegen Estland deutlich behaupten und siegte in zwei Sätzen. In den offenen Klassen musste zunächst das deutsche Nationalteam der Frauen gegen die Schweiz antreten. In einem hochklassigen und sehr ausgewogenen Spiel setzte sich schließlich das junge schweizerische Team gegen Deutschland im dritten Satz durch und wurde Weltmeister. Das darauffolgende Mixed-Endspiel konnte Deutschland mit deutlichem Ergebnis gegen Estland für sich entscheiden. Als Höhepunkt und Abschluss der Weltmeisterschaften kam es in der „Königsklasse“ zu dem mit Spannung erwarteten Finalspiel der Männer. Es standen sich hier die Finalteilnehmer der letzten Weltmeisterschaften aus 2008 Deutschland und Luxemburg gegenüber. Ständig wechselte die Führung im ersten Satz und nachdem die Luxemburger bereits einen Satzball hatten, drehte das deutsche Team und entschied den ersten Satz mit 27:25 knapp für sich. Der zweite Satz ging mit 26:24 knapp an Luxemburg. Im dritten Satz lag zunächst das Gastteam deutlich in Führung. Das deutsche Männerteam holt auf und zog mit Unterstützung der vielen Fans und mit lautstarker Unterstützung des deutschen Frauenteams an der Spielfeldbande an Luxemburg vorbei. Mit einem deutlichen Spielstand von 25:21 gelang im dritten Satz die Revanche für die Niederlage 2008 in Luxemburg.

Hoch begeistert vom spielerischen Niveau zeigte sich DTB-Präsident Reiner Brechtken in seinem Grußwort im Rahmen der Siegerehrung. Das was er am Endspieltag gesehen habe sei „absoluter Spitzensport“. Indiaca habe großes Potenzial für die Zukunft und, so Brechtken, er werde alles daran setzen, dass Indiaca Zugang zum internationalen Wettkampfprogramm der World Games erhalte.

Von allen Seiten wurde ein großer Dank an den TSV Bietigheim als ausrichtenden Verein der Weltmeisterschaften ausgesprochen. Dem Vorsitzenden Günter Krähling, dem Leiter des Organisationskomitees Stefan Müller und dem ganzen Team war es gelungen, mit der Durchführung des Events neue Maßstäbe zu setzen. Insbesondere der Finaltag konnte sich auch was Organisation und Präsentation der Sportart betrifft, mit anderen Spitzensportveranstaltungen gut messen. Dank ging auch an die Stadt Bietigheim-Bissingen, deren sportbegeisterter Oberbürgermeister mehrmals Gast bei den Spielen war und die Veranstaltung mit Kräften unterstützt hatte.

Nach einer feierlichen Siegerehrung schloss der vom IIA-Kongress in Bietigheim-Bissingen wiedergewählte IIA-Präsident Karlheinz Bührer die 4. Indiaca Weltmeisterschaften. In der feierlichen Flaggenzeremonie wurde die Fahne der IIA an Luxemburg übergeben. Luxemburg wird mit dem 4.Open Junior Worldcup 2014 den nächsten IIA-Wettkampf austragen. In 2015 wird der 5.Open World Cup für die offenen Klassen und die Seniorenklasse dann in der Präfektur Chiba in Japan stattfinden und in 2017 wird voraussichtlich Polen die 5. Weltmeisterschaften austragen.

 


Indiaca – Weltmeisterschaft - Erlebnisbericht eines neugierigen Zuschauers

 

von: Günter Wiegel, Vizepräsident Spiele

Die 4. Indiaca-Weltmeisterschaften wurden am 23.-27.Juli diesen Jahres in Bietigheim-Bissingen ausgetragen.

In allen sechs Klassen gelang den deutschen Mannschaften die Finalteilnahme.

Das erste Finale begann mit der Klasse Frau 40+. In dieser Mannschaft spielte auch unsere Fachwartin Indiaca Malene Görg vom GV Salz mit. Nach anfänglichem Abtasten geriet die deutsche Mannschaft immer wieder in Rückstand und musste letztendlich den 1. Satz an Estland abgeben. Die Wende im 2.Satz und damit die Hoffnung auf einen entscheidenden 3. Satz konnte leider nicht realisiert werden. Durch besseres Spielverständnis und weniger Eigenfehler ohne Bedrängnis ging der WM-Titel verdient an Estland.

In den Klassen Mixed 40+ dominierte Estland, bei den Männern 40+ und im Mixed 19+ hatten die deutschen Mannschaften deutlich die Nase vorn.

Spannend und absolut auf Augenhöhe waren die Begegnungen Deutschland vs. Schweiz in der Klasse Frauen 19+ und Deutschland vs. Luxemburg in der Klasse Männer 19+.

Beide Finale wurden erst nach drei engen Gewinnsätzen zugunsten der Schweiz bei den Frauen und zugunsten von Deutschland bei den Männern entschieden.

Dabei konnte man beim Finale der Frauen deutlich mehr Spielwitz und Taktik feststellen und sich über die damit verbundenen längeren Spielzüge erfreuen.

Im Finale der Männer hingegen überwiegte zweifelsfrei die Athletik, was in der Regel schnelleres Spiel und damit schnelleren Punktgewinn oder –verlust bedeutet.

In beiden Begegnungen riss es einige tausend Zuschauer nach großartigen Spielzügen buchstäblich von den Sitzen. Es war eine tolle Stimmung in der Halle, zumal man mehrfach feststellen konnte, wie fair die Aktiven miteinander umgingen und falsche Schiedsrichterentscheidungen trotz knappen Spielstandes zu Gunsten des Gegners korrigierten.

Bei der Siegerehrung fand auch der Präsident des DTB Rainer Brechtken die passenden Worte zum Leistungsstand dieses Turnspieles im Speziellen und zu der Gesamtveranstaltung im Allgemeinen.

Resümierend stelle ich fest, dass bei diesen Titelkämpfen außer Japan nur europäische Mannschaften vor Ort waren. Es wäre zu wünschen, dass aus dem Ursprungskontinent dieses Spiels, sprich Teams aus südamerikanischen Ländern, trotz der enorm finanziellen Belastung, auch einmal den Weg zu solchen Titelkämpfen finden könnten.

Liebe Malene, ich darf Dir und natürlich Deinen Mannschaftskameradinnen nochmals recht herzlich zur Vizemeisterschaft gratulieren. Du betreibst einen großartigen Sport, der an Attraktivität dem Spiel des Volleyballs in nichts nachsteht.

Ich freue mich schon jetzt auf kommende Events, die ich, sofern es mir möglich ist, sicherlich besuchen werde.

 

Hier alle Ergebnisse auf einen Blick:

Frauen 40 +: 1. Estland; 2. Deutschland; 3. Schweiz

Mixed 40 +: 1. Estland; 2. Deutschland; 3. Schweiz

M 40 +: 1. Deutschland; 2. Estland;    3. Luxemburg

Frauen 19+: 1. Schweiz; 2. Deutschland; 3. Estland

Männer 19+: 1. Deutschland; 2. Luxemburg; 3. Estland

Mixed 19+: 1. Deutschland; 2. Estland; 3. Japan

 


Gymnastikverein Salz mit Indiaca Nationalspielerin

 

von Monika Quirmbach, GV Salz

Malene Görg konnte sich nach der WM-Teilnahme im Jahr 2008 in Luxemburg erneut als Nationalspielerin qualifizieren.

In mehreren Kaderlehrgängen, verteilt über das Jahr 2012 und 2013 stellten die Trainerinnen Margarethe Schürhoff und Lisa Scheipers (beide aus Hausdülmen im Münsterland) ihr WM-Team Senior Women zusammen. Auch Malene Görg, Spielerin des Gymnastikvereins Salz, verstärkte noch einmal das Deutsche Team.

Die erstmals in Deutschland ausgetragene Weltmeisterschaft vom 23. bis 27.07.2013 in Bietigheim-Bissingen wurde wieder zu einem Erfolg. Zwar konnte der WM-Titel aus 2008 nicht verteidigt werden, aber auch die Silbermedaille spricht für sich. Die Frauen spielten mit ihrem Team in der Klasse Women Senior gegen die Mannschaften aus der Schweiz, Estland, Luxemburg und Japan.

Bereits in der Vorrunde war Deutschland mit nur einem verlorenen Spiel gegen Estland unter den besten Mannschaften.

Auch im Halbfinale gegen die Schweiz konnten sich die Frauen erfolgreich durchsetzen. Im Endspiel am Samstag war Estland die stärkere Mannschaft und gewann den Titel. Die deutsche Mannschaft belegte den 2. Platz.

Mit einem Umtrunk feierten Freunde, Bekannte und Fans am Sonntag die Rückkehr von Malene. Die Silbermedaille wurde von den Gratulanten gebührend und ausgiebig bestaunt und bewundert. Ortsbürgermeister Rainer Malm und Anastasia Dermenis-Hofmann, Vorsitzende unseres Vereins, betonten ihren Stolz auf den Erfolg von Malene Görg.