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Wanderfreizeit Ratschings 2007

 
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Ratschings war wieder eine Reise wert
Gerd Kramer,
TV Jahn Eitelborn

Zur diesjährigen Wanderfreizeit des Turnverbandes vom 22. bis 29. Juli in Ratschings reisten wieder zahlreiche Wanderwillige vom Mittelrhein nach Südtirol. Als die Rucksäcke der zuletzt in Koblenz Zugestiegenen im Bus des Reiseunternehmens Kappi-Tullius aus Hachenburg verstaut waren, konnte Wanderführer Lothar Stein insgesamt 42 Teilnehmer begrüßen, darunter ein gutes Drittel Erstanmeldungen.

Vier Bergwanderungen und ein Tagesausflug mit dem Bus in die Gärten von Schloss Trautmannsdorf bei Meran standen auf dem Programm. Zum Auftakt der abwechslungsreichen Woche ging es gemeinsam von der Passhöhe des Penser Joches zum Gröller Joch. Zwar waren dabei nur wenige Höhenmeter zu überwinden, doch besonders der Rückweg erforderte einiges an Konzentration; zeigte es sich doch, wie stramm die Höhenluft auf 2.500 m wehen kann.

Der 2.507 m hohe Gipfel des Telegraph (Plose) oberhalb von Brixen war Ziel der zweiten Wanderung. Während einige zum Gipfelsturm ansetzten, war eine Gruppe unter Führung der 2. Wanderwartin Inge Stein auf dem Brixener Höhenweg etwas entspannter unterwegs. Vom Treffpunkt „Ochsen-Alm“ ging es dann gemeinsam zum Ausgangspunkt Schönjöchl zurück.

Dabei entlud sich kurz vor Erreichen der Bergbahnstation ein heftiges Gewitter, das die Funktionsbekleidung des einen oder anderen einem ausgiebigen hochalpinen Härtetest unterzog. Wie zum Dank für das erlittene Ungemach konnten die erschöpften Rückkehrer vom Bus aus einen fantastischen Ausblick auf die von Hagelkörnern umsäumten Felstürme der Geisler-Gruppe werfen.

Im dritten Anlauf glückte mittwochs die Besteigung des Mareiter Steins (2.192 m). Machte in den vergangenen Jahren immer mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung, so herrschte heuer Kaiserwetter. Wer die schweißtreibenden gut 800 Höhenmeter aus dem Ratschingstal aufgestiegen war, dem bot sich ein herrlicher Rundumblick auf die Bergwelt der 3000er, u.a. auf den Alpenhauptkamm aus Zillertaler, Stubaier und Ötztaler Alpen im Norden.

Auch der Abstieg bei spätnachmittäglicher Hitze in das Ridnauntal forderte den Gehern, die der Gefahr der Dehydrierung mit mehreren vollmundigen Südtirolern bei einer Almeinkehr zuvor wirkungsvoll vorzubeugen wussten, einiges an Trittsicherheit ab.

Ausgangspunkt der vierten Bergtour war die Rosskopf-Liftstation oberhalb von Sterzing. Der teilweise neu angelegte Dolomieu-Weg ist ein größtenteils den Höhenlinien entlang verlaufender Alm- und Lehrpfad mit Hinweisen zur heimischen Geologie, Tier- und Pflanzenwelt. Er führte uns vom Rosskopf aus über die Zwischenstationen Ladurnser Hütte und Alriss-Alm hinab nach St. Anton ins Pflerschtal. Mit rund 15 km war diese Wanderung die längste.

Den freien Samstag nutzten etliche, um sich in Sterzing und Umgebung umzusehen. Wer wollte, konnte noch von den umfangreichen Einrichtungen (Hallenbad, Sauna etc.) des Hotels Seeber Gebrauch machen, denn Schwimmen und Saunagänge waren wegen des vielen Sonnenscheins der vergangenen Tage leider etwas zu kurz gekommen. Damit fand eine rundherum gelungene Woche ihren Abschluss. Die Touren in der beeindruckenden Berglandschaft Südtirols konnten bei bestem Wanderwetter durchgeführt werden. Unterkunft, Service und Verpflegung im Hotel Seeber ließen keine Wünsche offen und Hin- und Rückreise verliefen ohne Probleme. Problemlos gestaltete sich auch das menschliche Miteinander unter den Teilnehmern. Im Gegenteil, es gelang den „alten Hasen“ schnell, die „Neuen“ in ihre Gemeinschaft aufzunehmen und davon zu überzeugen, dass sich eine erneute Reise nach Ratschings unbedingt lohnt.

   
 

 

       

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