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Gerätturnen männlich |
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Zu den Einzelmeisterschaften 2007, GTm |
ARCHIV: Aktuelles Wettkämpfe und Ergebnisse Lehrgänge
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von Joachim Alt, 14.08.2007 Die Einzelmeisterschaften 2007 waren besonders spannend und das aus verschiedenen Gründen:
Wie entwickeln sich die Teilnehmerzahlen? Zu 1.: Die erste Frage zielt wie jedes Jahr auf die Ergebnisse ab. Diese kann man sich für die Verbandsmeisterschaft und aufwärts hier bequem ansehen. Es lohnt sich aber einige Turnkünstler besonders hervorzuheben: Zu allererst sind natürlich Wladimir Klimenko und Jan Damrau zu nennen, die beide an den Deutschen Meisterschaften (DM) in Gießen teilnahmen. Sie haben mit viel Fleiß und mancher Entbehrung das erreicht, wovon die Jüngeren und ihre Trainer noch träumen. Denn es reicht ja nicht aus, das Alter, das zur Teilnahme berechtigt, vorzuweisen, sondern auch die Qualifikationspunktzahl (78,00 Pkte), was einem Mittel von mindestens 13,00 Pkte entspricht – und das ist richtig anspruchsvoll! Das Ergebnis bei der DM sah so aus: Jan Damrau (TV Moselweiß) belegte in der Qualifikation den 19. Platz von 25 Startern. Wladimir Klimenko (SV Niederwörresbach) wurde im Mehrkampf-Finale 11. und im Sprungfinale 5. Damit kann er sich berechtigte Hoffnungen auf einen DTB-Kaderplatz machen. Als nächstes sind die Ergebnisse von Peter Golinski (TV Bad Ems) hervorzuheben, der als einziger Jugendlicher (AK 17/18) des Turnverbandes an den Jugendmeisterschaften teilnahm. Seine Leistung blieb allerdings hinter seinen Möglichkeiten zurück, so dass man mit dem 23. Platz – nach dem 17. im letzten Jahr - nicht ganz zufrieden sein kann. Die Deutsche Meisterschaft der „zweiten Reihe“, der Deutschland-Cup, war in diesem Jahr erstmals für Teilnehmer ab 12 Jahren ausgeschrieben. Diese Chance nutzten 9 der qualifizierten Turner des Turnverbandes mit teilweise hoch erfreulichen Ergebnissen: AK 18+, 19
Teilnehmer: AK 16/17, 11
Teilnehmer: AK 14/15, 12
Teilnehmer: AK 12/13: 20 Teilnehmer: Beleuchtet man die Meisterschaftsrunde mit Blick auf die Vereine, strahlt der TV Bad Ems besonders hervor: Mit 11 Turnern bei der Verbands-Meisterschaft angetreten, schafften 10 die Teilnahme an den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in heimischer Halle. Auch die Erfolge sind außergewöhnlich: Rheinland-Pfalz-Meister wurden: Pascal Altenkampf (AK 9), Robin Hoppe (AK 10), Ivo Hofmann (AK 13/14) und Peter Golinski (AK 17/18) Rheinland-Pfalz-Cup-Gewinner wurden: Pflicht: (AK 11/12) Florin Golinski; (AK 13/14) Julian Gerhards vor Marius Kaffine Kür: (AK 13/14) Kaspar Link vor Jens Wörrsdörfer „Vater dieses Erfolgs“ ist Trainer Torsten Hees, der seit Jahren mit außergewöhnlicher Konsequenz alles Erforderliche für die Turner mit Vereinsführung, Eltern und Umfeld organisiert. Herzlichen Glückwunsch für diese Leistung! Nicht unerwähnt dürfen die weiteren „Treppchen-Plätze“ des Turnverbandes bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft bleiben: AK
11/12: 2. Angelo Schall (TuS
Ko-Horchheim) Rheinland-Pfalz-Cup-Sieger: Kür: (AK 15/16) 3. Jan Mulling (TV Bitburg); (AK 17/18) 2. Karsten Bühl, (VfL Baumholder), 3. Sascha Blätter (TV Weißenthurm); (AK 19+) 1. Benjamin Seegler (TuS Ko.-Niederberg) Pflicht: (AK 15/16) 3. André Bühl (VfL Baumholder) Zu 2.: Die Frage, wie das „neue DTB-System“ funktioniert lässt sich einerseits leicht beantworten: „wie das letzte – es ist nämlich dasselbe!“ Schon in den letzten Jahren taten wir uns schwer, Teilnehmer im Meisterschaftsprogramm an den Start zu bringen und diese dann richtig zu bewerten – auch das Problem ist geblieben. Andererseits haben wir es in Rheinland-Pfalz erstmals
geschafft, die Schüler bis zum 10. Lebensjahr nicht mehr in Allgemeine- und
Meisterklasse zu trennen. D.h. in diesen Alterklassen wurden die tatsächlich
besten Rheinland-Pfälzischen Turner gefunden. Da schon klar ist – evtl. bei Veröffentlichung dieses Berichts auch schon geschehen – dass die Übungen und Ausschreibungen des DTB verändert werden, lohnt es nicht, eine Analyse im Detail vorzunehmen. Jeder Verband hatte die Gelegenheit seine Kommentare an das Technische Komitee des DTB zu schicken, was in großem Umfang geschehen ist. Zu 3.: Die Frage der Ausschreibungen 2007 war ein besonders düsteres Kapitel der Rheinland-Pfälzischen und verbandsinternen Zusammenarbeit. So wurde die erste Version der Ausschreibung zu einer Zeit erstellt und veröffentlicht, als es noch keine Vorgaben des DTB gab. Als diese dann erschienen (Nov. 2006) blieb das und deren Abweichungen zunächst unbemerkt. Als dann die Diskussionen einsetzte, konnte man sich in Rheinland-Pfalz nicht auf dieses leichtere Programm einigen, was allerdings notwendig gewesen wäre, damit die Wettkampfklassen mit denen des Deutschland-Cups identisch gewesen wären. Im TVM hatten wir uns (Trainer und Fachwarte) in der alljährlichen „Neujahrs-Fortbildung“ darauf geeinigt, die DTB-Version zu übernehmen. Es erstaunte daher nicht wenig festzustellen, dass sich manche Gaue nicht daran hielten ... Wie auch immer – hoffend aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen, werden die nächsten Ausschreibungen Ende August entstehen. Zu 4.: Im Vorfeld der Meisterschaftsrunde war zu hören, dass Turner das neue System und die Ausschreibung aus Frust zum Anlass nähmen, die Riemchen an den Nagel zu hängen. Wie meistens galt auch hier: selten wird was so heiß gegessen wie es gekocht wird. Die Zahlen für den Bereich des TVM, gewonnen auf Gauebene, sehen so aus:
Die Gesamtzahl der Teilnehmer hat um ca. 20 Turner abgenommen – nähme man die auf Verbands- und Rheinland-Pfalz-Ebene gestarteten Senioren noch dazu, wären es nur 15. Tatsächlich trat aber der größte Turnerschwund in der Altersklasse der 11/12-jährigen ein, sowohl im Vergleich mit den letzen Jahren als auch innerhalb dieser Population (siehe 2005, 9/10). Letzteres ist allerdings normal, wenn man die Jahre zuvor anschaut. Offensichtlich ist die „Abspringerquote“ in den beiden Jahren vom 9/10- zum 11/12-Jährigen am größten. Über die Gründe hierfür sollte man nachsinnen – das neue Wettkampfsystem ist allerdings nicht der Grund.
Nach Gauen aufgeschlüsselt zeigt sich folgendes Bild: | ||||||||||||||||||||||||
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Pflicht + Kür |
2000 |
2001 |
2002 |
2003 |
2004 |
2005 |
2006 |
2007 |
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| Mosel-Saar |
23 |
33 |
53 |
31 |
31 |
50 |
20 |
26 |
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| Mosel |
25 |
21 |
19 |
29 |
26 |
36 |
35 |
30 |
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| Nahetal |
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20 |
46 |
32 |
45 |
38 |
32 |
29 |
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| Hunsrück |
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|
1 |
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| Rhein-Mosel |
33 |
33 |
38 |
30 |
35 |
34 |
29 |
30 |
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| Rhein-Ahr-Nette |
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31 |
25 |
42 |
35 |
40 |
51 |
35 |
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| Rhein-Westerwald |
66 |
80 |
41 |
67 |
54 |
62 |
50 |
29 |
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| Rhein-Lahn |
14 |
15 |
19 |
31 |
16 |
34 |
22 |
30 |
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| gesamt |
161 |
233 |
241 |
262 |
242 |
294 |
239 |
210 |
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Leichte Zuwächse verzeichnen die Turngaue Rhein-Mosel, Mosel-Saar und Rhein-Lahn. Rückgänge zeigen sich in den Gauen Rhein-Ahr-Nette, Rhein-Westerwald, Nahetal und Mosel. Während die meisten Unterschiede kaum der Rede wert sind, hat sich die Teilnehmerzahl im TG Rhein-Westerwald fast halbiert und erklärt damit annähernd allein den Rückgang insgesamt. Da kann man nur hoffen, dass es sich um eine momentane Schwäche handelt, aus der der Gau gestärkt hervorgeht. Noch ein Blick auf die teilnehmenden Vereine – oder sollte man sagen – Trainer?! 118 Turner aus 31 Vereinen waren zur Verbandsmeisterschaft gemeldet. Auf Gauebene waren es 2 nur Vereine mehr! Da in den meisten Vereinen das Training mehr oder weniger an nur einer Person hängt, ist eine Steigerung der Teilnehmerzahlen unter derzeitigen Verhältnissen eher unwahrscheinlich. So oder so, also in den aktiven Vereinen als auch in noch nicht aktiven Vereinen müssten weitere Mittäter gefunden werden, um die Turnbasis zu verbreitern. Ob es dazu Ideen gibt, bleibt an anderer Stelle zu klären. |
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