Safe Sport im TVM
Safe Sport im TVM steht für den Schutz vor Gewalt und die Förderung eines respektvollen Miteinanders im Sport. Ziel ist es, allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine sichere Umgebung zu bieten, in der sie sich wohlfühlen, entwickeln und ihre sportlichen Ziele erreichen können.
Der TVM sieht den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen als eine gesamtverbandliche Aufgabe. Gemeinsam mit unseren Vereinen sowie haupt- und ehrenamtlich Engagierten fördern wir eine Kultur des Hinsehens, der Achtsamkeit und des verantwortungsvollen Handelns.
Formale Präventionsmaßnahmen wie Verhaltensregeln, das erweiterte Führungszeugnis und der Safe-Sport-Basiskurs schaffen klare Standards und tragen dazu bei, eine sichere Sportkultur im TVM nachhaltig zu stärken.
So werden in der alltäglichen Arbeit in den Turn- und Sportvereinen sowie im Rahmen von Veranstaltungen die Sportangebote verantwortungsvoll gestaltet und gleichzeitig die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Ziel ist es, eine Kultur der Aufmerksamkeit und des Hinsehens zu schaffen. Dafür benötigen wir die Unterstützung unserer Turngaue und Vereine, sowie von allen haupt- und ehrenamtlichen Personen in unseren Strukturen.
Was ist Gewalt im Sport?
Gewalt im Sport liegt vor, wenn die Würde, die persönliche Freiheit, die Gesundheit oder die Grenzen eines Menschen verletzt werden. Sie kann bewusst oder unbewusst geschehen und betrifft Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Safe Sport setzt sich dafür ein, dass alle Menschen Sport in einer respektvollen, sicheren und wertschätzenden Umgebung ausüben können.
Gewalt kann unterschiedliche Formen haben:
- Psychische Gewalt:
wie Beleidigungen, Einschüchterungen, Demütigungen, Ausgrenzung oder übermäßiger Leistungsdruck. - Physische Gewalt:
wie Schlagen, Stoßen, Festhalten oder andere körperliche Übergriffe. - Sexualisierte Gewalt:
wie unerwünschte Berührungen, sexuelle Kommentare, Grenzverletzungen oder andere Eingriffe in die sexuelle Selbstbestimmung, Missachtung von Intimität in Umkleiden oder Toiletten durch unbefugtes Eintreten oder Fotografieren. Sexuelle Aussagen, Gesten oder Blicke. - Vernachlässigung: wenn notwendige Fürsorge, Schutz oder Unterstützung fehlen.
Nicht jede Grenzverletzung geschieht absichtlich. Entscheidend ist, aufmerksam hinzusehen, Grenzen zu respektieren und Betroffene ernst zu nehmen. Jede Person hat das Recht auf einen sicheren, gewaltfreien Sport.
Wo bekomme ich Hilfe?
Du bist von Gewalt betroffen oder hast etwas beobachtet?
In akuten Gefahrensituationen wende Dich an die Polizei unter 110!
Meldestellen und Beratungsangebote
An wen kann ich mich wenden?
- Vertrauenspersonen
Menschen, denen du dich anvertrauen kannst und offen über deine Gefühlslage sprechen kannst. Das können Trainer*in, Eltern, Freunde oder andere Personen sein, denen du dich anvertrauen möchtest. - Schule
An den Schulen gibt es Schulsozialarbeiter*innen und Vertrauenslehrer*innen. Sie können dir bei Problemen helfen. - Beratungsstellen
Beratungsstellen können zu den Öffnungszeiten direkt oder nach Terminvereinbarung aufgesucht werden. Die dort arbeitenden Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen oder Psycholog*innen leisten professionelle Hilfe und Unterstützung vor Ort. Du kannst dort über deine Ängste, Zweifel und Probleme sprechen. - Hilfetelefon
Hilfetelefone sind in der Regel 24/7 zu erreichen, um eine telefonische Beratung zu erhalten. Hier gibt es Antworten auf Fragen und viele Informationen zu weiteren Hilfsmöglichkeiten. - TVM-Ansprechpersonen
Beim Turnverband Mittelrhein gibt es auf der Geschäftsstelle eine Ansprechpartnerin für Safe Sport. Auch steht im Präsidium die Vizepräsidentin für Frauen, Gleichstellung und Personalverantwortung für Fragen oder vertrauliche Anliegen zu dem Thema zur Verfügung.
Meldestellen
- Turnverband Mittelrhein
Iris Westphal, 0261 949084-152, Iris.westphal@tvm.org
Vanessa Büttner, 0160 96639928, praesidium-frauen@tvm.org - Sportjugend Rheinland
Susanne Hoß, 0261 135-109, Susanne.Hoss@Sportjugend-Rheinland.de - Landessportbund Rheinland-Pfalz
Elsa Meurer/ Oliver Kalb, 06131 2814 300, meldestelle@lsb-rlp.de
Beratungsangebote
- Nummer gegen Kummer, 116111, https://www.nummergegenkummer.de
- Der Weisse Ringe e.V., 06131 6007311, https://rheinland-pfalz.weisser-ring.de
- Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, 0800 40 300 40, https://www.aufarbeitungskommission.de
- Anlaufstelle Safe Sport, 0800 11 222 00, https://anlaufstellesafesport.de
- Anlauf gegen Gewalt (Für Spitzensportler*innen), kontakt@anlauf-gegen-gewalt.org, https://www.anlaufgegengewalt.de
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, 116 016
- Hilfetelefon Gewalt gegen Männer, 0800 1239900
- Antidiskriminierungsbüro RLP, 06131 32 754 81, antidiskriminierungsnetzwerk-rlp.de
- kein täter werden, https://www.kein-taeter-werden.de
Generell gilt:
Nach Hilfe zu fragen ist kein Zeichen von Schwäche!
Es beweist Mut und Stärke –
Stärke, für die eigenen Probleme einzutreten und
beängstigende Situationen zu bewältigen.