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GV Salz betreibt beste Werbung für Indiaca

Quelle: Rhein-Zeitung (online), Autor: Thomas Oesterreich

Indiaca - Der Gymnastikverein Salz trug über zwei Tage eine außergewöhnliche Veranstaltung aus: In den Turnhallen von Wallmerod und Salz fanden die deutschen Meisterschaften im Indiaca statt

Die Mannschaften des badischen TSV Grünwinkel stellten die Gewinner bei den Männern und Frauen. Sie mussten sich in der Mixed-Entscheidung nur dem TVK Wattenscheid geschlagen geben.

Marlene Görg vom ausrichtenden GV Salz und selbst Weltmeisterin dieses Rückschlagspiels von 2008 ist die Vorsitzende des technischen Komitees für Indiaca in Deutschland. "Das ist die erste deutsche Meisterschaft in der Verbandsgemeinde Wallmerod und ein aufregendes Ereignis für unseren Verein", erklärte sie stolz. Vor 25 Jahren hatte man in der Gymnastikabteilung den Indiaca-Ball entdeckt, im Jahr 2000 eine Abteilung gegründet und sogleich an der deutschen Meisterschaft teilgenommen.

"Unsere Heimmannschaft konnte sich diesmal leider nicht bei den norddeutschen Meisterschaften für die DM zu Hause qualifizieren, wir hätten zu gerne mitgespielt", erklärte Volker Kaiser, der Trainer der Salzer Jugend.

Am ersten Tag wurden parallel die Spiele der Frauen (Salz) und Männer (Wallmerod) durchgeführt. Das Finale der Frauen fand zwischen dem TSV Grünwinkel und dem badischen Nachbarn Indiaca Malterdingen statt. "Das war toll hier", erklärte die 19-jährige Jenny Pfeil aus Karlsruhe. Das jüngste Mannschaftsmitglied des TSV Grünwinkel lobte die familiäre und herzliche Atmosphäre und erlebte (verletzt), wie ihre Mitspielerinnen den zweiten Satz verloren und dann im dritten die Meisterschaft schafften.

Das Rückschlagspiel wird wie Volleyball - nur mit einem etwa 50 Gramm schweren Federball, dem Indiaca, über ein Netz gespielt.

Das Finale der Männer heißt seit 2006 Grünwinkel gegen Malterdingen. Martin Wurth, amtierender Meister der Malterdinger, sagte vor dem Finale: "Wir sind nur fünf Spieler, wobei ich auch noch verletzt bin. Aber es ist toll hier und macht richtig Laune."

Die Stimmung in der Halle war nun auch meisterlich. In zwei Gewinnsätzen entschieden die Grünwinkler die Meisterschaft für sich. Torben Peters aus Karlsruhe ist einer der Meister. "Wir sind hier toll aufgenommen worden, und die Bedingungen sind hervorragend", lobte der Angreifer, der mit seiner Mannschaft den World Cup 2010 errang, die Organisatoren.

Am Abend des ersten Spieltages wurde ausgiebig eine Indiaca-Party als Saisonabschluss gefeiert. Auch wenn sie im Spiel Gegner sind, so verbindet die Spieler doch eine freundschaftliche Beziehung.

Am zweiten Tag der perfekt organisierten Meisterschaft traten zehn Mixed-Mannschaften gegeneinander an. Titelverteidiger Grünwald hätte zum ersten Mal überhaupt alle Titel gewinnen können. Es sollte ein spannender Nachmittag werden.

Die weiteste Anreise hatten die Spieler des SV Grün-Weiß Großbeeren. Josephine Selchow ist eine der Brandenburger Spielerinnen und erklärte: "Es hat sich doch gelohnt, hierher zu kommen. Unser Unentschieden gegen Grünwinkel in der Vorrunde war ein toller Erfolg." Die Außenseiter aus Großbeeren bei Berlin qualifizierten sich "automatisch", da es in ihrer Region gar keine Liga gibt. "Wir haben noch nicht mal Vereinsmeisterschaften", fügte sie entschuldigend an - Außenseiter eben.

Im Finale gewann der TVK Wattenscheid in einem hochklassigen Spiel den ersten Satz mit 31:29 Punkten. Ihr Trainer Holger Raphael erlebte, wie die Mannschaften lautstark unterstützt wurden, seine Schützlinge auch den zweiten Satz für sich entschieden und den ersten Titel im Mixed errangen. "Es wäre toll, wenn diese Sportart mehr Einzug in die Schulen finden würde. Ich bin stolz auf uns, und die Ausrichtung hier war Klasse", sagte er.

Tanja Kleuert konnte mit ihren Mitspielern den Titel nicht verteidigen. Die ehemalige Nationalspielerin von Grünwinkel "hätte so gerne das Triple gemacht."

Im Jahr 2013 wird die Weltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen. Es bleibt zu hoffen, das diese attraktive Sportart dann noch populärer wird. Der SV Salz hat vorgemacht, wie es gehen kann.

Männer: Endspiel: TSV Grünwinkel - Indiaca Malterdingen 25:20, 25:23. Spiel um Platz drei: CVJM Sylbach - CVJM Kamen 25:23, 25:14.

Frauen: Endspiel: TSV Grünwinkel - Indiaca Malterdingen 25:21, 19:25, 25:20. Spiel um Platz drei: TVK Wattenscheid - GW Hausdülmen 31:29,25:20.

Mixed: Endspiel: TVK Wattenscheid - TSV Grünwinkel 31:29, 25:22. Spiel um Platz drei: SpVg Eppendorf - TVE Mülheim 25:21, 25:20.